12.2.4 Doppelseitiges Layout
Doppelseitiges Layout gibt Ihnen mehr Freiraum zum Routen. Leiterbahnverbindungen, die auf einer einseitigen Platine unmöglich sind, werden oft leicht realisiert, wenn Sie eine zusätzliche Signallage zur Verfügung haben. Unerfahrene Designer neigen zu einer gewissen Faulheit, wenn Sie zweiseitig layouten. Sie denken, dass Bauteilplatzierung nicht mehr so wichtig ist, und dass man hunderte von Durchkontaktierungen verwenden könnte, um seine Verbindungen herzustellen. Sie legen dann beispielsweise ICs in engen Reihen und beginnen Leiterbahnen nach Rechteck-Manier zu verlegen. Das bedeutet, sie verlegen alle Leiterbahnen der unteren Lage in eine Richtung und alle Leiterbahnen der Oberseite rechtwinklig dazu. Der Hintergedanke ist, dass man in einer Art Treppenstufenmuster alle denkbaren Leiterbahnverbindungen erstellen kann. Viele Autorouter arbeiten in dieser Form. Diese Technik ist eher ineffizient und bedeutet einen Rückschritt in die Zeiten der Rubbelsymbole und Klebeband. Sie sollten lieber versuchen durch gute Bauteilplatzierung Funktionsblöcke zu erhalten und diese zu routen. Doppelseitiges Design eröffnet auch gute Möglichkeiten Masseflächen zu generieren, die Sie u. A. für Hochfrequenz-Layouts benötigen. Dazu kommen wir später nochmal.
Navigator:
...
12.2 Bauteilplatzierung und Layout
...
12.2.3 Einseitiges Layout
12.2.4 Doppelseitiges Layout
12.3 Andere Lagen (Layer)
...
(c) 1989...3001 Ing.-Buero FRIEDRICH, http://www.ibfriedrich.com